Carlotta, Dänemark

Praktikum in Kopenhagen, Dänemark

Carlotta, Humanmedizin

Meine Erfahrungen bei der … Suche der Praktikumseinrichtung und Bewerbung

Insgesamt habe ich 30-40 E-Mails an sämtliche chriurgische Abteilungen an dänische Krankenhäuser, die durch das LPA in Sachsen für das PJ anerkannt sind, geschrieben. Oft habe ich keine Antwort bekommen oder eine Absage. Wichtig ist, dass man den Zeitraum im Sommer wählt, da dann keine dänischen Studierenden in den Krankenhäusern sind und man so eher einen Praktikumsplatz bekommt. Ab Ende September beginnt das Semester in Dänemark wieder und dann wird es wieder schwieriger einen Platz zu bekommen. Deshalb ist meine Empfehlung auf jeden Fall: dran bleiben!

Meine Erfahrungen bei der … Wohnungssuche und Anreise

Die Anreise funktioniert einfach mit der Bahn von Hamburg aus.
Bei der Wohnungssuche hatte ich Glück, da eine Freundin von mir vor 2 Jahren auch für ihr PJ in Kopenhagen war und noch Kontakt zu ihrer Wg hatte und ich das Zimmer zur Untermiete für die 8 Wochen mieten konnte. Generell ist die Wohnungssuche in Kopenhagen aber schwierig und die Mieten sind teuer.

Carlotta, Dänemark

Was ich mitgenommen habe:

Sowohl fachlich als auch menschlich habe ich sehr von den 8 Wochen profitiert.

Meine Erfahrungen im Praktikum

Ich hatte wunderbare 8 Wochen. Ich wurde super lieb am 1. Tag empfangen und habe mich jederzeit willkommen gefühlt. Dadurch, dass ich genau in den dänischen Sommerferien da war, waren viele ÄrztInnen im Urlaub und es gab viel Platz für mich im OP. Ich war also permanent als 1. Assistenz eingeteilt und habe unglaublich viel gelernt. Alle waren sehr interessiert, warum ich da bin, die Stimmung war immer super und da ich nur ein wenig dänisch verstehe wurde z.B. extra in den 3 Wochen die ich in der Wirbelsäulenchirurgie eingeteilt war die Röntgenkonferenz komplett auf englisch gemacht.

Meine Erfahrung mit Alltag und Freizeit vor Ort

Ich habe mir direkt zu Beginn ein Fahrrad gemietet, was ich sehr empfehlen kann. So kommt man in Kopenhagen überall schnell hin und lebt auch ein Stück weit den lokalen Alltag mit. In meiner Freizeit habe ich einen Ausflug nach Bornholm gemacht und war außerdem in Schweden, das von Kopenhagen aus super nah und einfach mit dem Zug zu erreichen ist. Dänemark ist insgesamt recht teuer, das merkt man vor allem bei Freizeitaktivitäten und beim Essengehen. Sehr geschätzt habe ich das Wohnen in der WG, dadurch hatte ich schnell Kontakte vor Ort und man lernt die Stadt einfach schneller kennen.

Mein Fazit & Tipps

Mein Fazit fällt durchweg positiv aus! Sowohl fachlich als auch menschlich habe ich sehr von den 8 Wochen profitiert. Mein wichtigster Tipp: früh bewerben, am besten schon ca. 2 Jahre im Voraus, da die Plätze begehrt sind und man sonst Gefahr läuft, keine Zusage zu bekommen. Außerdem lohnt es sich, gezielt den Sommertermin zu wählen (siehe oben). Erasmus-Förderung ist für die Finanzierung des Aufenthalts wichtig und sollte unbedingt beantragt werden. Insgesamt kann ich es sehr empfehlen, das dänische Gesundheitssystem einmal von innen zu erleben. Man lernt viele neue Perspektiven kennen und wird überall herzlich aufgenommen.

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