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Praktikum in Ontinyent, Spanien

Franziska, Medizin

Meine Erfahrungen bei der Suche der Praktikumseinrichtung und Bewerbung

Ich habe die Praktikumseinrichtung über meine Spanischlehrerin gefunden und dort bereits ein kurzes Praktikum (Famulatur) gemacht. Die Kommunikation lief sehr einfach über einen Arzt im Krankenhaus, und eine wirkliche Bewerbung war gar nicht nötig. Auch der Erasmus-Antrag war unkompliziert – ich musste am Ende nur ein bisschen auf eine Unterschrift des Arztes warten 🙂

Meine Erfahrungen bei der Wohnungssuche und Anreise

Ich kannte bereits ein paar Leute in der Gegend und habe über eine Freundin eines Freundes ein WG-Zimmer gefunden. Allerdings haben mir die Leute im Krankenhaus auch angeboten, für mich nachzufragen. Ohne Hilfe hätte es vermutlich eher schlecht ausgesehen – der Ort ist sehr klein, und für so kurze Zeiträume wird eigentlich nichts Seriöses vermietet.

Was ich mitgenommen habe:

In kleineren Teams gelingt Integration oft schneller – und man kann fachlich wie persönlich besonders viel mitnehmen.

Meine Erfahrungen beim Praktikum

Ich hatte eine tolle Zeit, wurde direkt herzlich aufgenommen und integriert. Die ersten zwei Monate habe ich in der Unfallchirurgie und Orthopädie verbracht und durfte Haken halten, nähen, hämmern und schrauben. Dabei wurde mir sehr ausführlich erklärt, wie die Operationen ablaufen.

Im gemischten OP-Saal in den darauffolgenden zwei Monaten gab es jeden Tag eine neue Fachrichtung. Dadurch war es etwas schwieriger, engeren Kontakt zu den Ärztinnen und Ärzten aufzubauen. Trotzdem durfte ich auch hier sehr viel mitmachen.

Insgesamt war das Praktikum fachlich und menschlich super. Ich habe viel Spanisch und ein bisschen Valenciano gelernt, und es wird auf jeden Fall nicht mein letztes Mal in Ontinyent gewesen sein.

Meine Erfahrungen mit Alltag und Freizeit vor Ort

In Ontinyent selbst gibt es eher wenig zu tun. Nach und nach habe ich ein paar Leute kennengelernt, mit denen ich abends mal ein Bier trinken war. Die Wochenenden habe ich allerdings meistens woanders verbracht, oft in Valencia.

Auch dort wurde ich von den Leuten im Sportverein sehr herzlich aufgenommen. Außerdem kann ich Wandern und Zelten sehr empfehlen – die Natur ist beeindruckend, und im Herbst gibt es noch viele warme Tage und Nächte, die sich perfekt zum Campen eignen.

Mein Fazit & Tipps

Es war eine wirklich tolle Erfahrung, die ich jeder und jedem nur empfehlen kann. Man sollte sich bewusst sein, dass man für ein kleines, herzliches Team und die volle Valencia-Experience gewissermaßen den Preis zahlt, dass der Ort selbst eher klein ist. Gleichzeitig hatte ich dadurch das Gefühl, viel schneller und intensiver integriert zu werden, als es vielleicht in einem großen Krankenhaus in Valencia der Fall gewesen wäre.

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