Praktikum in Santander, Spanien

Luca-Tara
Medizin, TUD

Meine Erfahrungen bei der Suche der Praktikumseinrichtung und Bewerbung

Ich habe mich zunächst eigenständig bei dem Krankenhaus in Spanien beworben und dafür
direkt die Stationsleitung, auf der ich gerne arbeiten wollte, per E-Mail kontaktiert. Das
Krankenhaus in Spanien ist sehr modern, effizient und unkompliziert organisiert . Ich habe
schnell eine Rückmeldung erhalten, unter anderem darüber, in welchem Zeitraum Kapazitäten
für Erasmus-Studierende vorhanden waren.

Meine Erfahrungen bei der Wohnungssuche und Anreise

Die Wohnungssuche gestaltete sich zunächst etwas schwierig, da kurz vor Semesterbeginn auch
viele spanische Studierende auf der Suche nach einem WG-Zimmer waren. Meine Betreuerin im
Krankenhaus hat mich bei der Suche jedoch unterstützt, und nach einer Woche im Hostel konnte
ich in eine Ferienwohnung für 15 Euro pro Tag ziehen.
Für die Wohnungssuche würde ich in Spanien Idealista empfehlen – das ist quasi das spanische
Äquivalent zu WG-Gesucht. Am besten ruft man bei den Angeboten direkt an und fragt nach den
verfügbaren Zimmern, da diese sehr schnell vergeben sind und auf Nachrichten häufig nur
selten reagiert wird.

Das nehme ich mit:

Mir ist bewusst geworden, wie ähnlich sich die Menschen auf der ganzen Welt doch sind.

Meine Erfahrungen im Praktikum

Spanien hat im Vergleich zu Deutschland keinen so ausgeprägten Ärzt:innenmangel. Allerdings war das öffentliche Krankenhaus, in dem ich war, auch eines der besten im Land, sodass die Situation an anderen Standorten möglicherweise anders ist. Ich fand es sehr angenehm und zufriedenstellend, dass man sich mehr Zeit für die Patient:innen nehmen konnte. Auch die erfahrenen Ärzt:innen waren sehr offen und nahmen sich gerne die Zeit, mir als Studentin und den Assistenzärzt:innen verschiedene Dinge ausführlich zu erklären und zeigen.

Ich durfte in Begleitung von Auszubildenden Fachärzt:innen viele Anamnesen und
Untersuchungen durchführen. Leider gehören Aufgaben, die hier auch von Famulanten übernommen werden – wie Nähen, Wundversorgung, das Legen von Sonden oder Blutabnahmen – in Spanien hauptsächlich zum Aufgabenbereich der Pflege. Wenn man in diesen Bereichen etwas lernen wollte, musste man daher selbst aktiv werden und sich gezielt an die Pflegkräfte wenden.

Auch die Hierarchien waren in Spanien deutlich flacher. Oberärzt:innen, Assistenzärzt:innen, Studierende und Pflegekräfte haben enger zusammengearbeitet. Dadurch hatte man viel stärker das Gefühl, als Team gemeinsam für die Versorgung der Patient:innen verantwortlich zu sein. Von meiner Seite daher eine große Empfehlung, eine Famulatur in Spanien zu machen!

Meine Erfahrungen mit Alltag und Freizeit vor Ort

Santander liegt an der Nordküste Spaniens und ist landschaftlich wirklich sehr schön. Meine Freizeit habe ich meistens mit Surfen verbracht. Im Spätsommer und besonders im Herbst ist der Swell in Somo für Surf-Kenner besonders gut. Außerdem führt der Jakobsweg direkt durch die Stadt und die Wanderwege entlang der Küste sind wunderschön!

Ich muss sagen, dass der Aufenthalt meine Erwartungen sogar übertroffen hat, und ich bin sehr froh, dass ich den Aufwand auf mich genommen habe, ein Praktikum im Ausland zu organisieren!

Mein Fazit & Tipps

Wenn ich das nächste Mal ein Praktikum im Ausland mache, werde ich mir für die ersten zwei Tage im Voraus einen kleinen Plan für meine Freizeit machen und zum Beispiel ein Café, einen Strand oder ein Museum heraussuchen. Das hatte ich diesmal nicht getan, und ich habe mich an den ersten Tagen deshalb etwas überwältigt gefühlt. 

Trotzdem war es eine unglaublich gute Erfahrung. Man wächst irgendwie über sich hinaus, und mir ist vor allem bewusst geworden, wie ähnlich sich die Menschen auf der ganzen Welt doch sind und wie schön es ist, herzlich aufgenommen zu werden. Das hat mich sehr inspiriert, auch hier mehr darauf zu achten, dass wir uns gegenseitig unterstützen und offen aufeinander zugehen. 

Ansonsten würde ich empfehlen, die Studierenden vor Ort nach Empfehlungen für lokale Restaurants und Bars zu fragen. Die waren wirklich viel besser als die Orte, die man als Tourist:in normalerweise als Erstes entdeckt!!!

Erzählen Sie es weiter!

Möchten Sie Ihre Erfahrungen und Ihre Bilder mit anderen teilen?

Dann füllen Sie bitte das Dokument „Meine Erfahrungen“ aus, unterschreiben die Datenschutzerklärung und senden alles per E-Mail an: auslandspraktikum@tu-dresden.de. 

➚Meine Erfahrungen
➚Datenschutzerklärung