Praktikum mit Kind - (Ihre) Kinderträume werden wahr

Wie gestalten sich die Betreuungsmöglichkeiten des Kindes im Ausland?
Welche weiteren organisatorischen Punkte sind zu berücksichtigen?

Mit Kindern im Ausland zu forschen oder ein Praktikum zu absolvieren ist eine Herausforderung, der sich eine wachsende Anzahl an Studierenden und Hochschulmitarbeitern stellt.
Erfahrungsgemäß schenken Kinder ihren Eltern bei einem Auslandsaufenthalt sehr viel Vertrauen, sodass das gemeinsame Abenteuer eine Familie noch enger zusammenbringt. Mit der richtigen Vorbereitung und Aufmerksamkeit gelingt es, die Zeit zu einem erfolgreichen Abenteuer für die Eltern und die Kinder zu gestalten. Deshalb sollten Sie als alleinerziehende Mutter oder Vater oder als Paar mit Kindern unterschiedlichen Alters ausreichend Zeit für die Organisation einplanen und einige spezifische Faktoren beachten. Informieren Sie sich zunächst auf den Unterseiten für Studierende und Graduierte über allgemein anfallende Vorbereitungspunkte.

Weitere Informationen und Beratung zu der (finanziellen) Organisation erhalten Sie während der offenen Sprechstunden im LEONARDO-BÜRO SACHSEN.
Lesen Sie zusätzlich auf den Seiten Ihrer Hochschule oder des Studentenwerkes, wie zum Beispiel im Campusbüro Uni mit Kind in Dresden und tauschen Sie sich mit anderen jungen Eltern oder Alleinerziehenden zu den Erfahrungen bezüglich Studium und Praktikum mit Kind aus, beispielsweise hier.

Chancen & Risiken

Kinder, die bereits früh in Kontakt mit fremden Kulturen kommen, profitieren – ebenso wie Erwachsene – von der neuen Sprache, von neuen Freunden und kultureller Praxis. Sehr oft sind Kinder schon nach kurzer Zeit mit der Fremdsprache vertraut, insbesondere wenn sie eine Betreuungseinrichtung oder ausländische Schule besuchen.
Auch der differenzierte Blick auf die eigene Kultur ist eine Kompetenz, die bereits im Kindergarten, in der Schule oder beim Kontaktknüpfen mit neuen Freunden erlernt wird.
Zudem können entstandene Freundschaften über E-Mail-Verkehr leicht aufrechterhalten werden und nicht selten besuchen sich die Kinder oder Familien einander im Urlaub.

Das Risiko bei Ihrem Vorhaben liegt darin, dass die Integration in dem neuen Land sowohl für Sie als auch für die Kinder gelingen muss, was nicht selbstverständlich ist – mit einer ausgiebigen kulturellen und organisatorischen Vorbereitung lässt sich das Risiko jedoch deutlich minimieren.

Soziale & kulturelle Integration

Um für das Kind ein soziales Netzwerk zu schaffen, sollten Sie als Elternteil selbst über mindestens sehr gute Grundkenntnisse der neuen Sprache verfügen. Das beugt eine Isolation vor und bürokratische Hürden lassen sich einfacher meistern.
Empfehlenswert ist es auch, gezielt Sport- und Musikvereine oder sonstige Organisationen vor Ort ausfindig zu machen, in denen die Kinder ihre bisherigen Hobbies fortführen oder neue Freizeitaktivitäten entdecken können.

Finanzierung

Es gibt Möglichkeiten zur finanziellen Unterstützung eines Auslandsaufenthaltes während des Studiums. Scheuen Sie sich nicht vor der damit verbundenen Bürokratie, denn die Finanzierung eines Auslandsaufenthaltes mit Kind ist auf keinen Fall unmöglich und unter Umständen sogar besser finanzierbar als der Aufenthalt im Heimatstudienort. Für Eltern gibt es wie für alle Studierenden eine grundständige Förderung, beispielsweise Erasmus+.
Zudem können Sie eine Sonderförderung beantragen, welche die Mehrkosten eines Auslandspraktikums abdecken, die Ihnen als (alleinerziehendem) Elternteil entstehen können. Eine detaillierte Beratung hierüber erhalten Sie im LEONARDO-BÜRO SACHSEN sowie beim DAAD.

Unterkunft & Betreuung

In der Regel gibt es in Studentenwohnheimen kaum Angebote für ausländische Studierende mit Kind, deshalb sollten Sie sich schon langfristig vorher nach einer geeigneten Unterkunft in Ihrer Zielregion umgesehen. Auch hier gilt es, sämtliche Möglichkeiten, die wir hier aufgelistet haben, auszuschöpfen. Beachten Sie bei der Auswahl unter anderem die Entfernung Ihrer Wohnung zu einer geeigneten Kindereinrichtung und zu Grünflächen oder Plätzen, auf denen die Kinder toben können.

Die Integration in ein neues Land und ein neues Umfeld ist nicht selbstverständlich, sondern erfordert eine gute Auswahl der Betreuungseinrichtungen – je nach Alter der Kinder.
Auch für Kleinkinder, für die eine Einrichtung noch nicht in Frage kommt, muss ein soziales Netzwerk geschaffen werden. Sofern das Kind bereits im Schulalter ist, spielen schulgesetzliche Bestimmungen eine Rolle. Das Kind wird meist nicht für die gesamte Praktikumsdauer von der Schule freigestellt werden können. In dem Falle besteht die Möglichkeit, das Kind an einer (deutschen) Schule anzumelden, sofern eine solche in der Zielstadt existiert. Andernfalls kann das Kind auch nach Feierabend oder am Wochenende anhand der Lehrpläne der Schule von Ihnen zu Hause unterrichtet werden.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, der ausgewählten Schule oder dem Kindergarten einen Besuch abzustatten, um sich ein genaues Bild zu machen.

Versicherungsschutz & Impfungen

Informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse über die Versicherungsschutzbestimmungen in dem jeweiligen Land und ziehen Sie zusätzliche Reiseversicherungen in Betracht. Aufmerksamkeit sollte auch den Impfungen geschenkt werden, da es auch in europäischen Ländern notwendig sein kann, einen vollständigen Impfstatus vorzuweisen, wenn die Kinder in Kindereinrichtungen angemeldet werden sollen. Für die Reise mit Kindern finden Sie auch auf den Seiten des Tropeninstitutes ausführliche Hinweise zu Impfungen, Erste Hilfe und vielen weiteren Themen.